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Räder und Rollen von Hufa AG



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Ratgeber

Grundlagen Begriffserklärungen 

Räder:
Räder bestehen aus verschiedenen Werkstoffen. Sie sind mit oder ohne Bandage, Reifen, Decke usw. ausgestattet. Die Beschaffenheit des Laufbelages und die diversen Felgen-bzw. Radkörperarten sowie unterschiedliche Radlagerungen, verleihen dem Rad verschiedenartige und vielfältige Eigenschaften.

Räder haben somit differierende Tragfähigkeiten, Rollwiderstände und Laufqualitäten.
Um die richtigen Abmessungen zu erhalten, sind folgende Masse anzugeben: 

Raddurchmesser, Radbreite, Laufbreite, Nabenlänge, Lagerung, Durchmesser Lagerung           

Rollen:
Unter Rollen versteht man Bauteile, die an Maschinen, Geräte etc. angebaut werden, um diese fahrbar zu machen.

Rollen werden in der Regel nicht direkt angetrieben und sind im Allgemeinen nur für geringe Geschwindigkeiten vorgesehen. Die Geräte bzw. Maschinen werden meist von Hand gezogen beziehungsweise geschoben oder durch eine Zugmaschine bewegt.

Eine Rolle besteht aus einem Gehäuse und mindestens einem Rad. Grundsätzlich wird zwischen Lenkrollen, Lenkrollen mit Bremse (Bremsrollen) und Bockrollen unterschieden.

Lagrung:
Grundsätzlich werden 3 verschiedene Lagerarten verwendet:

Gleitlagerung:
Einfache, weitgehend wartungsfreie und stossunempfindliche Lagerung. Bei Rädern aus Polyamid oder Guss finden keine zusätzlichen Lagerbuchsen Verwendung, da diese Werkstoffe gute Gleiteigenschaften besitzen.

Rollenlager:
Robuste, widerstandsfähige, weitgehend wartungsfreie Lager. Das meist verwendete Lager für Geräte mit geringer Geschwindigkeit. Besitzt einen geringen Rollwiderstand.

Kugellager:
Leichter Lauf auch bei grösseren Belastungen und Geschwindigkeiten, für ununterbrochenen Einsatz. Kugellager finden hauptsächlich in technisch anspruchsvollen Geräterollen Anwendung

Lenkrollen:
Lenkrollen sind vertikal schwenkbar und machen Maschinen, Geräte etc. manövrierfähig. Dabei ist eine Gabel (Lenkgabel) über ein Schwenklager (Drehkranz) mit dem Befestigungselement verbunden.

Das Befestigungselement wird fest am Gerät montiert. Die Gabel bleibt dabei schwenkbar. Um die Gabel leicht schwenken zu können, wird das Rad in der Regel mit einem horizontalen Abstand zwischen den Achsen des Schwenklagers und des Rades montiert. Dieser Abstand wird Ausladung genannt und erlaubt, wenn er richtig ausgelegt ist, ein leichtes Schwenken der Rolle ohne zusätzliche Hilfsmittel und verleiht dieser, ein stabiles Laufverhalten bei Geradeausfahrt.

Lenkrolle mit Bremse (Bremsrolle):
Lenkrollen können mit Feststelleinrichtungen versehen werden, mit deren Hilfe

  • Die Drehbewegung des Rades (Radfeststeller)
  • Die Drehbewegung des Rades und der Gabel (Rad- und Drehkranzfeststeller)
  • Die Schwenkbewegung der Gabel
    blockiert werden.

Befestigungen:
Als Befestigungselemente haben sich im Wesentlichen, Anschraubplatten, Stahleinsteckzapfen für Rohre sowie Befestigung mittels Schraube über  ein Rückenloch (Zentrumsloch) im Lenkgehäuse bewährt

Bockrollen:
Bockrollen sind nicht schwenkbar und geben Maschinen, Geräten etc. die Richtungsstabilität.

Befestigungen:
Als Befestigungselemente haben sich grundsätzlich Anschraubplattenbefestigungen bewährt. Wobei es auch Bockrollen mit Rückenloch gibt, bei denen werden jedoch Lenkrollen mit Zentrumsloch genommen und der Drehkranz verstemmt.

Befestigungen:
Platten:
Plattenbefestigungen sind geeignet für alle Geräte, Maschinen, Apparate etc. die an der für die Montage der Lenk- und Bockrollen vorgesehen Stelle einen Boden oder ein flaches Bauelement aufweisen. Mit Schrauben und Muttern o.ä. kann die Befestigungsplatte an das Gerät montiert werden.

Bei der Auswahl der Plattenbefestigung sind folgende Masse zu beachten:

  • Plattengrösse (Aussenabmessung)
  • Schraublochentfernung (Abstand der Anschraublöcher)
  • Schraubloch- Ø (Durchmesser der Anschraublöcher )

Die Abmessungen der Befestigungsplatten sowie die Schraublochentfernung und der Schraubloch Ø sind weitgehend genormt.

Rückenloch:
Bei der Befestigung über ein Rückenloch wird ein Verbindungselement (z.B. eine Schraube durch die Mittelachse des Drehkranzes gesteckt.

Art und Ausführung des Verbindungselements kann vom Anwender konzipiert werden. Die Tragfähigkeit kann in Abhängigkeit von der Befestigung variieren.

Bei der Auswahl der Rückenlochbefestigung sind folgende Masse zu beachten:

  • Kranz Ø (Aussenabmessung)
  • Rückenloch Ø

Stahlzapfen rund:
Beim Stahleinsteckzapfen handelt es sich um ein Befestigungselement, das in ein Aufnahmerohr oder in eine entsprechende Bohrung gesteckt wird.

Der Zapfen ist fest mit der Rolle verbunden und kann z.B. mit einer Befestigungsschraube gegen Verdrehen oder Herausfallen gesichert werden.

Bei der Auswahl der Befestigung mit einem Zapfen sind folgende Masse zu beachten:

  • Zapfen Ø
  • Zapfenlänge
  • Eventuelle Position der Querbohrung

Gewindestift:
Ist an einem Gerät zur Rollenbefestigung ein Gewinde oder ein glattes zylindrisches Durchgangsloch vorhanden, so kann ein Gewindestift eingesetzt werden. Dieser wird entweder eingedreht oder mit einer Mutter angezogen.

Bei der Auswahl der Befestigung mit einem Gewindestift sind folgende Masse zu beachten:

  • Gewindestift Ø
  • Länge des Gewindestiftes (entspricht Überstand über Rolle)

Stift für Direktmontage:
Beim Einsteckstift handelt es sich um ein Befestigungselement, das in ein Rohr oder in eine entsprechende Aufnahmebohrung gesteckt wird. Der Zapfen ist fest mit der Rolle verbunden. Ein Federring sichert die Lenkrolle in der Aufnahme Bohrung gegen Herausfallen.

Bei der Auswahl der Befestigung mit einem Stift für Direktmontage ist folgendes Mass zu beachten:

  • Stift Ø

Expander (Spreizhülse):
Die Kunststoff Expander Befestigung besteht aus einer Zylinderschraube mit Innensechskant, 2 Konus-förmigen Elementen aus Metall-Druckguss und einem Kunststoffspreizteil. Sie wird in eine Bohrung oder ein Rund/Vierkantrohr eingesteckt. Beim Eindrehen der Schraube wird das Kunststoffspreizteil fest gegen die Rohrinnenwand gedrückt. Durch die Anlage des Kunststoffteiles an der Rohrinnenfläche wird diese geschont.

Bei der Auswahl der Befestigung mit einer Expander Befestigung ist folgendes Mass zu berücksichtigen:

  • Rohrinnendurchmesser

Arten von Rädern, gegliedert nach Einsatzgebiet:
Transportgeräte-Räder und Rollen:
Diese Räder-Rollenart deckt den weitesten Anwendungsbereich ab.

Räder und Rollen dieses Typs werden im industriellen Einsatz im Innen– und Aussenbereich verwendet. Sie sind für Fahrgeschwindigkeiten bis 4 km/h konzipiert.

Transportgeräte-Räder und –Rollen sind unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen, weitgehend wartungsfrei und laufen über einen langen Zeitraum störungsfrei. Transportgeräte-Lenkrollen können mit Rad- und Drehkranzfeststellern sowie mit Richtungsfeststellern ausgerüstet werden.

Maschinen und Geräte aller Art, aber auch Paletten, Arbeitsbühnen, Müllcontainer usw. erhalten durch diese Räder und Rollen ihre Mobilität.

Apparate-Räder und Rollen: 
Hier handelt es sich um eine leichte Räder- und Rollenart, die überwiegend im Innenbereich an Apparaten und Geräten eingesetzt wird.

Diese Räder und Rollen sind für Fahrgeschwindigkeiten bis 3 km/h konzipiert.

Apparate-Räder und –Rollen sind wegen Ihrer konstruktiven Auslegung und der jeweiligen Oberflächenbehandlung äusserst robust auf schädliche Umwelteinflüsse. Sie erfüllen die Anforderung an ein Höchstmass an Beweglichkeit der jeweiligen Geräte sowie nach grösstmöglicher Laufruhe bei geringem Rollwiderstand.

Apparate-Lenkrollen können in der Regel mit Rad- und Drehkranzfeststellern sowie mit Richtungsfeststellern ausgerüstet werden.

Typische Anwendungen sind medizinische Geräte, Displayständer, Grossküchengeräte etc.

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